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Interview: Daniela von Ananda Yoga Studio

Daniele Küng ist die Inhaberin des Ananda Yoga Studio in Wetzikon. Sie ist Yogalehrerin, Yogatherapeutin und Vorstandsmitglied des Schweizer Yogaverbandes. Ihr Unterrichtsstil ist geprägt vom klassischen Hatha Yoga und dynamisch fliessenden Yogasequenzen (Vinyasa Flow).

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Wie lange praktizierst du schon Yoga und warum hast du damit begonnen?

Meine erste Yogastunde habe ich im Jahr 2004 während einer Auszeit in Nordindien besucht. Ich hatte das Bedürfnis, mich sportlich zu betätigen und da es abgesehen von Wandern und Joggen keine Möglichkeiten dazu gab, habe ich mich in eine Yogastunde gewagt. Diese erste Stunde auf der Yogamatte hat mich tief berührt und ich spürte, dass ich „den Faden wieder aufnahm“, also irgendwo anknüpfte.

Was bedeutet Yoga für dich?

Yoga ist ein Teil meines Daseins, der sich natürlich nicht nur auf die Übungen auf der Matte bezieht. Als ich in Indien den Yoga entdeckte, habe ich mich für einige Zeit nur der Praxis gewidmet. Wieder zuhause entstand in mir der Konflikt zwischen meinem Yogaweg und dem „weltlichen Leben“ – das war für mich schwierig zu vereinen. Heute habe ich für mich einen modernen Yogaweg gefunden. Das ursprüngliche Ziel der Yogaphilosophie ist die Bewusstseinserweiterung und das lässt sich auch gut mit einem Leben im Jahr 2020 verbinden. Yoga hilft mir, in der schnelllebigen Zeit innezuhalten, mich zu spüren und meine wahre Natur, meine Essenz, zu erleben.

Wie möchtest du, dass sich deine Schüler nach der ersten Stunde fühlen?

Das ganzheitliche Yogasystem wirkt individuell auf jeden Praktizierenden und ganz unterschiedlich sind auch die persönlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse. Im Idealfall fühlen wir uns nach jeder Yogastunde geistig ausgeglichen und gelassen, körperlich geschmeidig und schmerzfrei. Die Seele leuchtet und das Herz ist offen. Es freut mich, wenn Menschen nach der ersten Yogastunde (von sich selbst) überrascht sind und „Feuer fangen“.
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Welchen Einfluss hat Yoga auf dein Leben? Wie hast du dich dadurch verändert/entwickelt?

Dem Yoga bin ich begegnet, als ich mein Leben drastisch verändert habe. Ich habe für unbestimmte Zeit alles hinter mir gelassen und bin mit einem One Way-Ticket nach Nordindien gereist. Der Yoga hat mich in dieser besonderen Zeit des Umbruchs auf die richtige Spur gebracht, mir zu Klarheit und zu konkreten Zielen verholfen. Und das ist heute noch so. Durch die Yogapraxis bin ich mir selbst nah und erkenne meine Bedürfnisse, Ängste, Wünsche etc.. Yoga gibt mir Zuversicht und Bestimmtheit – durch Yoga wurde mein Weg schmaler, ich kann mich nicht mehr „drücken“, und das ist gut so!

Weshalb hast du dich entschieden Yoga zu unterrichten?

Die Yogalehrer-Ausbildung habe ich nicht mit der Absicht gestartet, andere zu unterrichten. Ich wollte einfach tief in den Yoga eintauchen und meine Persönlichkeit entwickeln. Bereits nach dem ersten Ausbildungsjahr spürte ich, dass ich den Yoga doch weitergeben möchte. Zu meiner Yogalehrer-Ausbildung gehörten viele intensive Retreats. Das erste war ein 10-tägiges Vipassana Meditationsseminar im Schweigen. Vipassana bedeuted „klarsehen“. Mir wurde klar, dass ich gehemmt war und unsicher, ob ich überhaupt Yoga unterrichten kann. Deshalb habe ich mir eingeredet, ich wolle gar nicht unterrichten. Heute unterrichte ich seit rund 15 Jahren selbstbewusst und mit grosser Freude – eine sinnstiftende Aufgabe und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen Weg gefunden habe.

Was ist dein Lieblings Yoga Stil und warum?

Meine Yogapraxis lehnt sich nicht bewusst an einen bestimmten Stil. Gelernt habe ich den traditionellen Hatha Yoga mit vielen ursprünglichen Techniken aus den Gebieten Asana, Pranayama, Kriya und Meditation. Ich habe Freude an fliessenden Bewegungsabläufen und auch daran, eine Stellung mal über eine längere Zeit zu halten. Auch die Erkundung und Lenkung des Atems finde ich hochspannend. Während des Unterrichtens und auch während meiner eigenen Praxis lasse ich mich von meiner Intuition und Stimmung lenken und nicht von den „Vorgaben“ eines Yogastils. Und ich habe festgestellt, dass ich mehr profitiere und mich weiterentwickle, wenn ich nicht (immer) meine „Lieblingsübungen“ übe.
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Welchen Rat würdest du jemandem geben, der gerade mit dem Yoga beginnen möchte?

Ratsam ist es, den Yoga von einem Yogalehrer zulernen und nicht zu versuchen, die Übungen anhand eines Buches oder eines Videos zu praktizieren. Der persönliche Wunsch, mit Yoga zu beginnen, ist essenziell. Nur Yoga üben zu wollen, weil es einem empfohlen wurde oder es angesagt ist, reicht meines Erachtens nicht aus. Wer diesen Wunsch nach Yoga in sich trägt, wird auch den richtigen Lehrer finden. Offen sein, das Leistungsdenken ablegen, auf die Atmung hören und nichts tun, was schmerzt.

Was ist das peinlichste, dass dir jemals während einer Yoga-Lektion, als Lehrerin oder Schülerin passiert ist?

Mmmmh… da fällt mir auch nach langem Überlegen nichts ein. Es gibt immer wieder lustige Momente während einer Yogalektion aber so etwas richtig Peinliches habe ich noch nie erlebt. Oder mir ist einfach nicht so schnell etwas peinlich?!?

Was gefällt dir an der Terrtus Yogamatte besonders gut?

Seit Jahren benutze ich für meine Yogapraxis eine übliche Yogamatte und lege ein Yogatuch drauf. Ich mag die Berührung mit einem sanften Stoff und darunter den Halt und die Dämpfung einer Matte. Die Terrtus Yogamatte vereint die beiden, Matte und Tuch. Sie bietet mir das angenehme, sanfte Gefühl kombiniert mit dem Halt und dem abdämpfenden Effekt. Das Material und die Verarbeitung sind sehr hochwertig. Praktisch bei der Yogamatte „Ludis“ ist auch die Unterseite. Sie ist so verarbeitet, dass die Matte auch bei einer dynamischen Yogapraxis nicht wegrutscht.

Wem würdest du die Terrtus Yogamatte empfehlen?

Allen Yogi(ni)s, die lieber auf Stoff anstatt Gummi praktizieren und dabei nicht auf eine gewisse Rutschfestigkeit verzichten wollen. Toll ist auch, dass die Matte in der Schweiz produziert wird und einfach schön aussieht!

Gibt es einen Blog-Artikel auf terrtus, welchen du jedem empfehlen würdest?

Den Artikel „15 Dinge, die du in deinem Yoga-Kurs falsch machst“ finde ich sehr empfehlenswert, besonders für Anfänger. Aber auch Geübte können sich zwischendurch wieder einmal die Dos und Don’ts vor Augen führen. Ich finde übrigens alle eure Artikel sehr informativ mit guten Themen.

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